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Brief Nr. 4

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Guten Tag zusammen!

„Zuversicht ist Pflicht in Zeiten wie diesen“ – dieser Satz erreichte mich gestern früh in einem Newsletter. Und dann bin ich zufällig (?) auf einen Blog-Beitrag von Claus Eurich gestoßen – kein Text, der sich leicht und schnell runterlesen lässt, aber beim Lesen genau das erzeugt und fördert, um was es geht: Zuversicht! Eine zu Ostern passende Lektüre. Und hier geht’s lang: http://www.interbeing.de/2021/03/25/zuversicht/

Es ist ja eine Weile her, dass ich mich gemeldet habe. Ehrlich gesagt, war ich zwischendurch immer wieder mal ratlos bis deprimiert, manchmal auch schon fast abgestumpft ob der fortwährenden Dreistigkeit, mit der eine Welle nach der anderen herbeigeredet und das Wechselspiel von Verschärfung und Inaussichtstellung von Lockerung des Lockdowns betrieben wird. Dann dauert es immer eine Weile, bis ich mich innerlich soweit sortiert habe, dass die Lebensfreude wieder hervorlacht.

So ein Moment war eben wieder – als ich dem „Osterwunder“ begegnet bin: Wilfried Nelles (im bisherigen Leben Psychotherapeut) ist zum Bundeskanzler mutiert (was so ein Virus alles kann!) und schreibt die Rede, die wir alle gerne hören würde. Bitte gönnt sie euch! Und verbreitet sie weiter. Vielleicht vermag diese Rede auch in bislang verordnungskonformen Menschen eine Sehnsucht wecken, die ihnen allmählich ein Licht aufgehen läßt. Hier ist der Link: https://www.rubikon.news/artikel/das-osterwunder

Und noch ein Osterei für euch: „Dancer encore“! Es hebt jedes Mal meine Laune, wenn ich das Lied dieser französischen Lebenskünstler höre. Diese nicht einsperrbare Lebenslust! Lasst uns solche Lieder lernen (plus verfassen und komponieren – gibt es unter euch MusikerInnen, die das können?) und unser eigenes Wellenspiel entfachen, das seine Ringe weiter und weiter ausbreitet.
https://www.youtube.com/watch?v=SyBEMRyt6Qg&feature=youtu.be

Was mich sehr ermutigt und in meiner inneren Haltung bestätigt hat, ist das Gespräch von Gunnar Kaiser mit Daniele Ganser – zwei besonnene, wahrhaftige Menschen. Es geht um Mut, Liebe und Wahrheit als Gegenmittel gegen die Angstpropaganda: https://www.youtube.com/watch?v=NzceRImSACg

Eine Leserin dieser Briefe, die Flüchtlingskinder unterrichtet, berichtete mir, dass nun selbst 6jährige Kinder im Sprachunterricht Maske zu tragen haben – sie als Lehrerin auch. Dieses Bild verfolgt mich. Wie soll da ein Kind die Sprache lernen??? Ja, natürlich gibt es vieles mehr, worüber wir uns aufregen sollten, aber wo es um die Lebendigkeit und die Würde von Kindern geht, empöre ich mich ganz besonders.
„Es reicht. Ich mach da nicht mehr mit. Ich sage: NEIN“ – Gunnar Kaiser zur Testpflicht von Schülerinnen und Schülern in NRW: https://www.youtube.com/watch?v=ITSfPrCkpJo
Ein starker Auftritt! Klar, ohne irgendjemand diffamierend, vom Herzen her sprechend.
Wir sollten uns anschließen mit dem mutigen, vom Herzen kommenden Nein-Sagen, wo immer unser Platz ist.

NEIN zur Wahl von PolitikerInnen, die die Corona-Politik mitgestalten. Wie dies eine Initiative von Unternehmer:innen aus Bayern tut. Sie bekunden öffentlich, keine Politiker mehr zu wählen, die die gegenwärtige Corona-Politik unterstützen: https://wir-stehen-zusammen.com/
Man kann sich dort anschließen, auch wenn das eigene Unternehmen in einem anderen Bundesland ist.

NEIN zur Ausgrenzung von Menschen, die sich (wie ich) nicht impfen lassen. Unter www.animap.info findet ihr ein wachsendes Branchen- und Produkteverzeichnis für Unternehmen aller Branchen, welche in Bezug auf Covid-19 Impfung niemanden ausgrenzen, sondern allen Menschen freien Zugang zu ihren Produkten und Dienstleistungen gewähren. Bitte macht Läden und Dienstleister in eurem Umfeld darauf aufmerksam und inspiriert sie, mitzumachen.

NEIN zur Fortsetzung der Logik unserer Natur und Menschen ausbeutenden Wirtschaftsweise, wie dies die Initiative Menschlich Wirtschaften beginnt, die ein Netzwerk für Unternehmer und Privatpersonen aufbaut, aus dem ein gemeinsamer neuer Handelsraum entstehen soll: https://www.menschlichwirtschaften.de/

Lasst uns über weitere NEINs nachdenken und gleichzeitig das in die Welt bringen, was uns wirklich wirklich wichtig ist. Dazu gibt es Tausende Möglichkeiten – und die fangen bei unseren Gedanken an. Das neueste Buch von Wilfried Nelles ist eine Fundgrube hierfür. Es heißt: „Also sprach Corona. Die Psychologie einer geistigen Pandemie“ (Scorpio Verlag, 2021). Im Vorwort schreibt er: „Ich versuche, in diesem Buch zu ergründen, was unter dem Stichwort Corona jenseits des Krankheitsgeschehens gerade in der Welt geschieht und was wir davon lernen können, wenn wir Corona nicht nur bekämpfen, sondern uns davon treffen und uns über uns selbst, über unsere innere Haltung zum Leben und zum Tod belehren lassen.“ – Klare Leseempfehlung meinerseits!

Auf meinen letzten Brief hin bekam ich etliche Resonanz – das freut mich sehr und ich bedanke mich herzlich bei allen. Ich habe alle Emails gelesen, aber leider keine beantwortet. Ich schaffe dies zeitlich nicht und bitte um Nachsicht.
Eine Anfrage möchte ich gerne weiterleiten: Falls du im Raum Göttingen lebst und an einem Austausch zum „Umgang mit dem Leben und mit dem Tod“ interessiert bist, dann melde dich bitte. Ich würde dann deine Email an Karin weiterleiten, die Menschen für einen Austausch dazu sucht.

Herzliche Grüße und schöne Ostertage!

MarieLuise

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