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Brief Nr. 2

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Guten Tag zusammen,
Das Zitat von Hilde Domin ist mir in den letzten Tagen zweimal begegnet und so habe ich es als Zeichen genommen, es Euch zu schicken.

In meinem ersten Brief vergaß ich den für mich persönlich wichtigsten Punkt:
Ich gehe davon aus, dass ein ängstlicher, sorgenvoller Geist keinen Beitrag für eine gute Zukunft hervorbringen kann. Dennoch verfalle ich immer wieder in Sorgen oder andere dunklere Gemütszustände. Zum Beispiel, wenn ein mir lieber Mensch in Schwierigkeiten gerät. Obwohl ich noch nie erlebt habe, dass meine Sorgen für irgendwen hilfreich gewesen wären. Eine gute Freundin hat mir den Anstoß für eine Perspektivänderung gegeben: Sieh die Situation des anderen als seine Gelegenheit für eine existenzielle Erfahrung an und verbinde dich mit ihm in aller Liebe und mit allen guten Wünschen. Dies wende ich jetzt an, z.B. wenn ich erlebe, dass Menschen – aus meiner Sicht unverständlich – sich fürs Impfen entscheiden. Oder wenn ich mit all denen mitfühle, die der Lockdown in existenzielle Krisen bringt.

Vielen Dank an alle, die sich bei der kleinen Umfrage beteiligt haben! 20 Menschen haben ihr Interesse an einer interaktiven Plattform ausgedrückt und mich freut, dass sich auch einige an entstehenden Kosten beteiligen würden.
Diese Resonanz hat mir ausgereicht, um mit der Erstellung der Plattform zu beginnen. Dann können wir wechselseitig von unseren Versuchen und Erfahrungen berichten, Informationen teilen und auf diese Weise uns anregen und ermutigen. Wir sind dem Corona-Geschehen nicht ohnmächtig und auf eine erlösende Impfspritze wartend ausgeliefert!
Wir können uns jederzeit entscheiden, welchen Wolf wir in unserem Herzen nähren möchten. Kennst Du die Geschichte von den zwei Wölfen? (Wenn nicht: Ich hänge sie am Ende des Briefes an).

 

Ich möchte mit euch noch einige Denkanstöße und Informationen teilen, die ich in den letzten Tagen erhalten habe:

*Ein sehr sehr gutes Interview von Prof. Dr. Dr. Christian Schubert, Mediziner und Psychologe, zum Thema Neue Medizin und Resilienz und zur aktuellen Situation – da ist eigentlich alles gesagt. https://www.youtube.com/watch?v=XLjKM4f5Q3w&feature=youtu.be
Unbedingt anschauen – und weiterverbreiten.

*Einen Flyer, den uns eine Bekannte aus einem Nachbardorf zugeschickt hat, hänge ich als PDF an. Eine gute Übersicht über Zahlen und geeignet, für sich selber eine Einschätzung der Lage zu treffen. Natürlich kann man mit solchen Zahlen auch argumentieren – aber ich und viele meiner Freunde sind inzwischen zu der Einschätzung gekommen, dass auf der Sachebene keine Verständigung möglich ist.

*Zur Ansteckungsgefahr im Freien und in Räumen – raus in die Natur und an die frische Luft! Und zwar ohne Maske.
https://www.deutschlandfunkkultur.de/covid-19-und-aerosole-geringes-infektionsrisiko-beim.1008.de.html?dram:article_id=492160

* Zwei schon etwas ältere Texte von Charles Eisenstein – ich habe sie gerne gelesen als Inspiration für eine „Politik von Innen“ – ihre inneren Voraussetzungen:

https://charleseisenstein.org/essays/das-nashorn-und-der-weltschmerz/
und
https://charleseisenstein.org/essays/Der%20Zyniker%20und%20der%20Bootsbauer/

* Zwei Leserinnen von Brief Nr.1 schickten für euch schon ihre Nachrichten – ihr findet sie in einem weiteren Anhang.

Mit dem nächsten Brief werde ich euch – hoffentlich – den Link zur Plattform schicken können.

Herzliche Grüße und eine gute Woche, mit vielen resilienzstärkenden Erlebnissen.

MarieLuise

Und hier die Geschichte von den zwei Wölfen

Schweigend saß der alte Indianer mit seinem Enkel am Lagerfeuer. Die Bäume standen wie dunkle Schatten, das Feuer knackte und die Flammen züngelten in den Himmel.
Nach einer langen Weile sagte der Alte: „Manchmal fühle ich mich, als ob zwei Wölfe in meinem Herzen miteinander kämpfen. Einer der beiden ist rachsüchtig, aggressiv und grausam. Der andere ist liebevoll, sanft und mitfühlend.“*
„Welcher von den beiden wird den Kampf um dein Herz gewinnen“, fragte der Junge, „der rachsüchtige, grausame Wolf oder der liebevolle?“
„Der, den ich füttere“, antwortete der Alte.

*Du kannst dies wahlweise und wie es zu dir passt, ausbauen:
Einer der beiden ist schwermütig, einsam und traurig. Der andere hingegen ist unbeschwert, heiter und zuversichtlich. Oder, oder…

 

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